Sortieren der Herde mit Hilfe von Gattern im Schafstall Vareler Heide. Man achte auf die Kleiderordnung des Personals, während der Chef im Übergangsdress seine Arbeit verrichtet, hat die Chefin schon wieder Angst, es könnte uns ein Schneesturm überraschen...
Leidige und aufwendige Pflicht - Das einziehen von Ohrmarken.
Auch die Buchführung kostet immer mehr unnötige Zeit, die man weitaus sinnvoller nutzen kann. Aber die EU sorgt schon dafür, dass uns nie langweilig wird und die Einnahmen immer weiter sinken.

Seit Einführung der neuen Transponderohrmarken (Pflicht seit 2010) häufen sich diese Verletzungen vor allem bei Lämmern und Jährlingen. Teilweise bekommt man keine neue Ohrmarke rein, da in dem Ohr kein Platz für ein zweites Loch ist. Auch können sich die Ohrlöcher entzünden und vereitern. Aber wenn man dann keine neue Ohrmarke mehr einzieht, macht man sich "strafbar" und es drohen Sanktionen bis hin zur Rückforderung von Fördermitteln.

Ich finde, jeder "Eurokrat" hat sich auch beidseitig eine Ohrmarke verdient!!!

Im Winter kommt es hin und wieder vor, dass Teile der Herde aufgestallt werden müssen, da die Flächen schneller abgefressen sind, die Hütenetze sich im gefrorenen Boden nicht mehr stecken lassen, oder der Schnee zu hoch liegt. Dann müssen die Tiere täglich gefüttert werden.
Ganz was wichtiges - Öffentlichkeitsarbeit! Hier besucht der Kindergarten Westerholz die diesjährigen Buddellämmer. Um die Bevölkerung über die Schafhaltung aufzuklären, was sie bedeutet, wem und was sie nützt und mit welchen Problemen die Schäfer und Schafhalter zu kämpfen haben, stehen wir auch möglichst oft für geeignete Veranstaltungen in der Region zur Verfügung!
Warten auf die Schafschur - Die Tiere werden vorher eingepfercht und eng gestellt, damit die Schur zügig voran gehen kann. Da der Scherer pro Tier nur gut drei bis vier Minuten braucht (gemütliche Schur), muss es schnell mit dem Einfangen gehen. Parallel müssen die jeweiligen Lämmer herausgesucht werden, damit sie schneller ihre Mütter wieder erkennen.
Unser Schafscherer in Aktion - Schäfermeister Wolfgang Kudszus hat jahrzehntelange Erfahrung. Bei uns schert er seit 2010. Er schert nicht nur Schafe, sondern auch Alpakas u.v.m.! Wer ihn engagieren möchte, kann seine Telefonnummer bei uns erfragen!
Wer schön sein will... Auch hinter den Ohren wird sauber gemacht!
Nach der Schur werden die Tiere mit Butox behandelt, damit sie mehr Ruhe vor Ungeziefer und Außenparasiten, vor allem Bremsen und Zecken, haben.
Nach der Schur müssen sich Mutter und Lamm erst einmal wieder finden. Teilweise laufen die Mütter blökend hinter ihren Lämmern hinterher, weil diese ihre Mütter nicht erkennen.
Nicht mehr viel Schaf übrig von Susanne. Sie war unser kleinster Jährling, nach der Schur war sie noch viel kleiner...
Anspannung pur - Paule ist die ganze Zeit in Aktion. Tiere zusammentreiben, einfangen, sortieren und Streife laufen, damit ja kein Tier versucht, aus dem Pferch auszubrechen.
Anschließend Klauenpflege - da die Tiere gerade eingepfercht sind, wird diese Arbeit gleich mit erledigt. Das ist wichtig, denn sonst lahmen sie irgendwann und das führt früher oder später zu Krankheiten, Fressunlust und Gewichtsverlust.
Ist wie Finger -und Fußnägel schneiden bei Kindern, Schafe halten auch nicht still. Wir machen bei allen Tieren mindestens zweimal jährlich Klauenpflege und zusätzlich nach Bedarf.
Geschafft... Ein langer Arbeitstag geht zu Ende. Nicht nur Lena ist die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Am Abend sind alle ziemlich platt!
So allerhand Gerödel muß man mitnehmen um z.B. eine Herde umzusetzen.
An den Eckpunkten stehen die Netze nicht von allein stabil...
...darum muß man sie entweder von innen...
...mit einen Zusatzpfahl abstützen, oder außen einen Spannpfahl einschlagen.
Auch die Bodenlitze sollte immer so gut es geht bündig abschließen. So verringert sich das Risiko, dass ein Schaf das Netz aushebelt. Und versucht z.B. ein Wolf sich unter durch zu graben, besteht die Chance, dass er so einen vom Strom durch die Knochen kriegt, dass er künftig einen großen Bogen um die Schafe macht, weil sie ja "aua" machen...
...und solche Arbeiten finden bei jedem "Sauwetter" statt!
Hier stellen wir Ihnen einige Arbeiten an unseren Tieren vor