Lohnpflege:

Wir pflegen u.a. Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete und sonstige Flächen von öffentlichem Interesse. Normalerweise arbeiten wir in einem Radius um 40Km, unter besonderen Voraussetzungen aber auch darüber hinaus. Falls Sie Interesse haben, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir erstellen Ihnen dann ein Angebot.

Winterbeweidung:

Von November bis zu Beginn der Lämmerzeit Anfang März beweiden wir für Landwirte Flächen, auf denen sie Heu oder Grassilage ernten und die von Unkräutern befreit werden sollen. Allerdings dürfen wir dies nur auf Flächen von Bio-Betrieben.

Binsenbekämpfung:

Die Heidschnucke gehört zu den wenigen Tierarten, die auch sinnvoll gegen Binsen eingesetzt werden können. Während die chemische Keule regelmäßig versagt, sorgt die Heidschnucke dafür, dass durch den kontinuierlichen Verbiss während der Wintermonate die Nässe von oben her in die Fasern einziehen kann, und dadurch die Pflanze kaputt friert. Da zu dieser Zeit wegen der Nässe keine Mahd mit schweren Maschinen mehr möglich ist und die Pflanze nach dem letzten Schnitt noch in der Lage ist, die Faser wieder zu vernarben, hat sich diese Bekämpfungsmethode bewährt.
Auch dieses geht nicht von heute auf morgen, aber mit ein bisschen Geduld bekommt man die Binsen unter Kontrolle und langsam zurückgedrängt - billiger und schonender als die Chemiekeule!

Brennnesselbekämpfung:

Besonders hartnäckig sind auch Brennnesseln. Es gibt Schafe, die besonders auf deren Geschmack stehen, während andere sie nur zu bestimmten Zeiten fressen. So kann eine Brennnesselfläche nach kurzer Zeit aussehen.

Farne:

Auch gegen wuchernde Farne können Schafe effektiv eingesetzt werden.

Vorher - Nachher - Währenddessen:

Hier sieht man links die unberührte Teilfläche, rechts während der Beweidung und hinten etwa 14 Tage nach der Beweidung.

Der deutliche Unterschied:

Links das Brennnesselfeld während der Beweidung sah vorher genauso aus, wie rechts des Zaunes.

Naturschutzgebiet Obere Wümmeniederung:


In diesem Naturschutzgebiet bewirtschaften wir die mit Abstand meisten Flächen, sowohl extensive Schafweiden, als auch Mähweiden, wo wir unser Futter für die Schafe ernten. Auch pflegen wir hier Flächen zweier weiterer Bio-Betriebe mit Mutterkuhhaltung. Diese Flächen liegen in den Landkreisen Harburg und Heidekreis und sind Teil eines langfristig angelegten Naturschutzprojektes.

Näheres dazu erfahren Sie hier:

Landschaftsschutzgebiet Vareler Heide:

In diesem Gebiet zwischen Scheeßel und Lauenbrück beweidet unsere Herde ca. 14ha Heidefläche und Feuchtwiese. Auch den dortigen Schafstall nutzen wir. Unterstützt werden wir hier von der Interessengemeinschaft Vareler Heide e.V. und dem Landkreis Rotenburg/Wümme.
Naturschutzgebiet Schneckenstiege:

In diesem NSG an der Grenze vom Landkreis Rotenburg zu Harburg sollen die Schafe hauptsächlich gegen Rainfarn, Binsen und Goldrute vorgehen.

Westerescher Wacholdergebiet:

In diesem derzeit noch extrem verbuschten Heidegebiet findet jährlich eine "Radikalkur" durch die Heidschnucken statt, auch Ziegen eines befreundeten Betriebes hatten wir hier schon erfolgreich im Einsatz. Während die Ziegen sich hauptsächlich auf Bäume und Büsche konzentrieren, nehmen sich die Schafe auch Drahtschmiele, Gras und Moos vor, stehen aber auch besonders auf Faulbaum und Traubenkirsche.

 

NSG Heidemoor bei Ottermoor:

Im Spätsommer/Herbst 2014 beginnt ein neues Naturschutzprojekt im Landkreis Harburg, direkt an der Grenze zum Heidekreis. In den kommenden Jahren soll dort eine Landschaft aus Magerrasen und Heide entstehen, unsere Schaf- und Ziegenherden sollen dabei durch offen halten und Gehölzverbiss der Heide helfen, sich hier zu etablieren. Nähere Info`s folgen später!

Am 12.10.2013 fand das erste Praxisseminar Herdenschutz für Wolfsberater und Wolfsbotschafter in unserem Betrieb statt. Zwölf Teilnehmer von NABU, Freundeskreis Freilebender Wölfe, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe, Landesjägerschaft und Unterer Naturschutzbehörde trafen sich an einem ziemlich verregneten Samstag in der Vareler Heide, um etwas über praxisorientierte Herdenschutzmaßnahmen in der Koppelhaltung & Landschaftspflege zu lernen.

Ziel war es die Teilnehmer für die speziellen Probleme die der Weidealltag mit sich bringt zu sensibilisieren und dass viele der häufig genannten Mindestanforderungen eher Theorie, als Praxis sind und wie man realistisch halbwegs geeignete Schutzmaßnahmen treffen kann.

Nachdem die Teilnehmer einen in Wolfsmanagementplänen häufig genannten Elektrozaun aus vier bis fünf Litzen aufbauten, wurde schnell klar, dass dieser völlig unbrauchbar ist,...

...also widmeten sich die Teilnehmer den bereit liegenden verschiedenen Netztypen, bestehend aus 90cm und 106cm Höhe, teils mit starren Senkrechten und teils ohne diese.
Obwohl alle Teilnehmer keine Erfahrung mit Zaunbau hatten, wurden ihnen schnell die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Zaunvarianten deutlich.
Nachdem eine Fläche komplett mit Hütenetzen eingezäunt wurde,...

...wurde der Zaun unter Strom gesetzt. Dabei wurde deutlich, dass jedes Wetter, unterschiedliche Böden, Anzahl der Erdungspfähle u.v.m. direkten Einfluss auf die Hütespannung hat und die oft genannte Mindestspannung von 3.500V u.U. auch nur graue Theorie ist, wenn das Wetter nicht mitspielt und was man tun kann, um die Spannung evtl. höher zu kriegen.

Nach einer anständigen Pause mit Kaffee & Kuchen konnte eine benachbarte Heidschnuckenherde mit Herdenschutzhunden besichtigt werden.

Link zu weiteren Bildern des Seminars von Moritz Klose (NABU)

   
   
   
   
   
   
Leistungen und Projekte